Archiv für August, 2015

Ausflug

Samstag 15. August 2015 von Elmar Zimmer

Wie bereits in den Mails ange­kün­digt, ist am Sams­tag, 22. August, die Edmund­hütte in Leu­tes­dorf unser Ziel, Oli­ver von den Natur­freun­den Ket­tig, der anfangs auch mit dabei sein wird, hat sie für uns ab 13 Uhr reser­viert. Die Hütte ist bewirtschaftet.

Für Not­fälle werde ich ein paar Schach­gar­ni­tu­ren nebst Uhren mit­neh­men. Doch es soll die Kom­mu­ni­ka­tion im Vor­der­grund ste­hen, bei schö­nem Wet­ter bie­tet sich eine Wanderung/ein Spa­zier­gang  durch das Natur­schutz­ge­biet „Lan­gen­berg­skopf” an so wie — je nach fort­ge­schrit­te­ner Zeit — ein Besuch der nahe­ge­le­ge­nen Brombeerschänke.

Bitte daran den­ken: Die Anreise erfolgt selb­stän­dig; mit Sicher­heit wird unser Schatz­meis­ter auch etwas Geld für ein paar Kalt­ge­tränke lockermachen.

Für das Navi die Adresse: Am Lan­gen­berg­skopf, 56599 Leutesdorf

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Nachruf auf Norbert Degenhardt

Donnerstag 6. August 2015 von Elmar Zimmer

Norbert Degenhardt - Kopie

Am 29. Juli ver­starb im Alter von 80 Jah­ren unser ehe­ma­li­ges Mit­glied Nor­bert Degen­hardt. In den letz­ten Jah­ren erlitt er mehr­fach Gehirn­schläge, die seine Gesund­heit stark beein­träch­ti­gen sollten.

Fast 15 Jahre lang war er einer der tra­gen­den Säu­len unse­res Vereins.

Über die Schach­ver­eine Anders­sen Hagen, Turm Bonn, Berlin-Zehlendorf, Müns­ter, BUE Ham­burg und Ger­ling Köln fand er 1971 nach Ket­tig, wo er maß­geb­lich  an den Erfol­gen in der Ober­liga und den Bun­des­li­gen als Spie­ler, aber auch als Mann­schafts­füh­rer betei­ligt war. Mehr­fach wurde er Club– und Clubblitzmeister.

Fünf­mal  nahm er an den Kan­di­da­ten­tur­nie­ren ( eine Vor­stufe) zur Deut­schen Meis­ter­schaft teil. Vier­mal, näm­lich 1965, 1967, 1969 und 1972, war er Teil­neh­mer der Deut­schen Ein­zel­meis­ter­schaf­ten ; in Kiel 1967 spielte er gegen den spä­te­ren Sie­ger und bekann­tes­ten deut­schen Nach­kriegs­schach­spie­ler Dr. Robert Hüb­ner Remis. Zwölf­mal wurde ihm auch die Ehre zuteil, Deutsch­land in Län­der­kämp­fen zu vertreten.

Bereits 1973, zwei Jahre nach Ver­ein­sein­tritt, wurde er Geschäfts­füh­rer des Schach­clubs, die­ses Amt sollte er bis 1985 innehaben.

Nach sei­nem Wech­sel zum SC TS Polch nahm er für einige Jahre deren Spit­zen­brett ein und  spielte unun­ter­bro­chen von 1996–2004 für den Schach­bund Rheinland-Pfalz die Deut­schen Mann­schafts­meis­ter­schaf­ten der Senio­ren mit..

Nor­bert  war zudem  Vor­sit­zen­der des Schieds­ge­richts im Schach­bund Rheinland-Pfalz und auf DSB-Ebene. 1997 erhielt er den Ehren­tel­ler des Deut­schen Schach­bun­des; 1998 wurde ihm das Ehren­zei­chen des Schach­bun­des Rheinland-Pfalz verliehen.

Die Urnen­be­stat­tung wird Ende August in Dort­mund stattfinden.

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Longericher Sommer-Open 2015

Dienstag 4. August 2015 von Elmar Zimmer

Spiel­be­richt von Elmar Zimmer:

Das Open in Köln-Longerich ist nur eines von vie­len Tur­nie­ren in unse­rer wei­te­ren Nach­bar­schaft, das über fünf Run­den an einem Wochen­ende aus­ge­tra­gen wird. Es ergab sich jedoch bereits vor dem Start das Pro­blem, ob man jeden Abend nach Hause fah­ren oder über­nach­ten sollte, denn Yuri Boid­man, der eigent­lich als Mit­strei­ter vor­ge­se­hen war, fiel kurz­fris­tig ein, dass er am Sams­tag ja Mann­schafts­po­kal zu spie­len hatte; ich ent­schied mich für einen Kom­pro­miss, näm­lich am Frei­tag wie­der nach Ket­tig zu fah­ren, am Sams­tag aber Yev­ge­nia zu schnap­pen und in Köln zu bleiben.

Die Aus­schrei­bung bie­tet zwei Grup­pen an; der ELO-Einstieg für das A-Turnier betrug 1650, so dass ich man­gels Zahl mich mit dem B-Turnier begnü­gen musste, immer den Gedan­ken im Hin­ter­kopf, bei einer sol­chen Beset­zung kannst du eigent­lich nur verlieren.

Die Aus­lo­sung zur ers­ten Runde bot gleich die nächste Über­ra­schung , da ich als Nr.18 der Setz­liste auf die Nr. 3 traf… tja, hätte ich mich bes­ser vor­her infor­miert, was das beschleu­nigte Schwei­zer Sys­tem eigent­lich bedeu­tet ( das Teil­neh­mer­feld wird gevier­telt). Es wurde also nichts mit einem schnel­len Sieg gegen einen DWZ-Schwächling und zei­tige Rück­kehr zur Mallorca-Party der Firma ! Gegen besagte Nr.3 gelang es mir tat­säch­lich, ein Bau­ern­plus von 13 zu ver­sie­ben
( siehe Par­tie ), da war wie­der mein altes Lei­den, auch bei schein­bar bes­se­ren Geg­nern in Gewinn­stel­lung in der Kon­zen­tra­tion nach­zu­las­sen, im Glau­ben, die Par­tie spielt sich von alleine zu Ende ! Vor die Wahl gestellt, sich den Strick zu geben oder wei­ter­zu­ma­chen, ent­schied ich mich für letz­te­res. Im Gegen­satz zu dem top­ge­setz­ten Schach­freund H.J. aus S., der gegen einen Schwä­che­ren das Nach­se­hen hatte und danach das Tur­nier schmiss; schade, war er doch vor Spiel­be­ginn der ein­zige, den ich gekannt hatte.

Auch die Vor­mit­tags­runde am Sams­tag hatte eini­ges zu bie­ten, aber nicht schach­lich: Nach­dem mein Geg­ner mir Remis offe­riert hatte und ich dies Yev­ge­nia, die nie am Brett gestan­den hatte, mit­teilte, stand plötz­lich ein Tur­nier­lei­ter am Tisch, stellte die Uhr ab und befragte mich nach dem Sach­ver­halt !! Man wird sich doch wohl jeman­dem mit­tei­len dür­fen, um die sich mög­li­cher­weise bald ein­stel­lende Frei­zeit gemein­sam zu bespre­chen ! Glück­li­cher­weise gab der Schiri, nach­dem er auch Yev­ge­nia inter­viewt hatte (!!), dem Pro­test mei­nes Geg­ners nicht statt. Danach hatte ich natür­lich über­haupt keine Lust mehr, die für mich bes­sere Stel­lung wei­ter­zu­spie­len und nahm das Ange­bot an. Wer die­sen Saupänz nur diese Flau­seln in den Kopf setzt, Kopfschüttel !

In der drit­ten Runde hatte ich das ein­zige Mal Glück, da meine talen­tierte Geg­ne­rin den Gewinn­weg nicht sah und mein Remis annahm, da ich wohl über­zeu­gend eine Zug­wie­der­ho­lung vor­gau­kelte, auf die sie sich ein­las­sen musste, weil sie glaubte, sonst einen Läu­fer zu verlieren.

Bei einem oder zwei Früh abends in der Köl­ner Alt­stadt war es Zeit, ein Fazit zu zie­hen; meine bes­sere Hälfte meinte lapi­dar, ich habe halt eine Krise wie Magnus Carl­sen auch ( da war ich baff, liest sie doch heim­lich die Rochade!). Wir beschlos­sen, dass ich locke­rer wer­den musste, um noch zwei Punkte ein­zu­fah­ren (und um nicht DWZ-mässig in den Kel­ler zu rauschen).

Der Sonn­tag brachte dann die erhoffte Aus­beute, wobei die Par­tien auch nicht allzu ein­fach waren. Beson­ders in der letz­ten Par­tie kam ich gehö­rig ins Schwit­zen, da mir als Schwar­zer ein sizi­lia­nisch­ty­pi­scher Sprin­ge­r­aus­fall nach b5 zu schaf­fen machte und ich in der Eröff­nung viel Zeit ver­brauchte. Dar­über musste mich mein Kon­tra­hent auf­klä­ren und dies zeigt mir ein­mal mehr, wie wich­tig es doch eigent­lich ist, in der Eröff­nungs­vor­be­rei­tung auch mal in die Breite zu gehen.

Kurzum: Platz 25 unter 57 Teil­neh­mern ( geteil­ter 12.-27. hört sich bes­ser an) war nicht ganz das, was ich erwar­tet hatte.

Wer einen seriö­sen, objek­ti­ven Tur­nier­be­richt lesen will, der gucke hier:
http://www.sf-longerich-1956.de/ext_sommeropen.htm

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