Nachruf auf Otto Rausch

Donnerstag 26. November 2015 von Elmar Zimmer

Otto Rausch Nachruf

Am 11. Novem­ber ver­starb wenige Tage nach sei­nem 79. Geburts­tag  nach schwe­rer Krank­heit unser lang­jäh­ri­ges Ver­eins– und Ehren­mit­glied Otto Rausch.

Otto erlernte von sei­nem Vater Vik­tor – einem der dama­li­gen Ket­ti­ger Spit­zen­spie­ler -  im Alter von 12 Jah­ren die Grund­re­geln des Schachs. Als 1960 der Ver­ein Turm 60 Wei­ßen­thurm gegrün­det wurde, gehörte er bis zu des­sen Auf­lö­sung 1966 zu sei­nen Mit­glie­dern. Nach einer etwa zehn­jäh­ri­gen Pause trat er Mitte der Sieb­zi­ger Jahre wie­der dem SC 1924 Ket­tig bei. Er erwies sich immer als zuver­läs­si­ger Mannschaftsspieler.

Des wei­te­ren  zeich­nete sich Otto Rausch als rüh­ri­ges Vor­stands­mit­glied aus; 1986  über­nahm er von Gün­ther Mül­ler kurz­zei­tig das Amt des Ers­ten Vor­sit­zen­den; lange Zeit war er Zwei­ter Vor­sit­zen­der. 2006 wurde ihm die Ehren­mit­glied­schaft verliehen.

Otto hatte  auch im Schach­be­zirk Rhein-Ahr-Mosel etli­che Ämter inne. Von 1999 bis 2003 war er des­sen Ers­ter Vorsitzender.

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Beginn der Saison 2015/2016

Montag 28. September 2015 von Michael Lohn

4 Siege, 4 Remis – das war die Ein­zel­bi­lanz der Ket­ti­ger I. Mann­schaft bei ihrem Saison-Auftaktspiel in der Rhein­land­liga bei der III. Mann­schaft des Bun­des­li­gis­ten SG Trier. Kein Spiel ging ver­lo­ren, ein her­vor­ra­gen­der Ein­stand der Mann­schaft in der neuen Klasse nach dem Abstieg vom Vor­jahr. Der deut­li­che Erfolg in Trier ist des­halb umso bemer­kens­wer­ter, weil das Ket­ti­ger Team nicht in Best­be­set­zung antre­ten konnte und drei Ersatz­spie­ler aus der II. Mann­schaft mit nach Trier neh­men musste – aber auch die mach­ten ihre Sache mit zwei Punk­ten aus drei Par­tien sehr gut! Mit dem höchs­ten Tages­sieg setzt sich das Ket­ti­ger Team gleich zu Beginn an die Tabel­len­spitze – und will dafür kämp­fen, dass es auch bis zum Sai­son­ende so bleibt! In Trier spiel­ten für Ket­tig Uwe Rei­chert, Dr. Bernd Mül­ler, George Bru­ziks, Uli Christof­fel, Hans-Wilhelm Fink, Wal­de­mar Schmidt, Wer­ner Ries und Chris­tina Marx.

Ein her­vor­ra­gen­der Ein­stand gelang auch der III. Mann­schaft in der A-Klasse Rhein-Ahr-Mosel: Beim TC Graf­schaft II gewann das Ket­ti­ger Team mit 3,5:1,5 und hat sich damit eben­falls gleich zu Beginn an die Tabel­len­spitze gespielt –die man aller­dings zunächst noch mit der SpVgg Kalen­born tei­len muss. Es bleibt aber ohne Zwei­fel: Um Meis­ter­schaft und Auf­stieg in der A-Klasse wird das Ket­ti­ger Team wie­der ein gehö­ri­ges Wört­chen mit­re­den! Für Ket­tig gewan­nen in Graf­schaft Ingo Schal­ler, Man­fred Sor­ger und Michael Lohn. Wer­ner Tand­ler steu­erte ein Remis bei. Nur Elmar Zim­mer musste sich an Brett 1 dem ehe­ma­li­gen Oberliga-Spieler Dr. Becher geschla­gen geben.

Etwas ver­un­glückt mit einer 3:4 Nie­der­lage ist das Auf­takt­spiel der Ket­ti­ger II. Mann­schaft bei Nicke­nich II. Eher ent­täu­schend ist das Ergeb­nis für Ket­tig vor allem des­halb, weil die Nicke­ni­cher Gast­ge­ber auf drei ihrer 7 Stamm­spie­ler ver­zich­ten muss­ten – aber auch bei Ket­tig fehl­ten zwei wich­tige Stamm­spie­ler an den Bret­tern 1 und 4. Den­noch sah es wäh­rend des Matches mehr als drei Stun­den lang sehr gut für Ket­tig aus – bis gleich zwei Ket­ti­ger Schach­freun­den schier unglaub­li­che Feh­ler unter­lie­fen, die jeweils die Par­tie kos­te­ten. Es ist die große Bürde im Schach­sport: Eine nach stun­den­lan­gem Kampf aus­ge­gli­chene Par­tie kann durch einen ein­zi­gen fal­schen Zug ver­lo­ren gehen… Für Ket­tig gewan­nen Chris­tina Marx und Tho­mas Hönig, Remis spiel­ten Wer­ner Ries und David Baulig.

Tho­mas Hönig, Tur­nier­lei­ter SC 1924 Kettig

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Pellenz-Cup in Nickenich

Montag 7. September 2015 von Elmar Zimmer

Tra­di­tio­nell steht zu Beginn der Schach-Saison der Pellenz-Cup für Vierer-Mannschaften – ein offe­nes Schnellschach-Turnier in Nicke­nich  jeweils am ers­ten Wochen­ende im Sep­tem­ber -  auf dem Pro­gramm, das viele Ver­eine zur Ein­stim­mung auf die Sai­son nut­zen. Auch unser Schach­club war wie­der mit einer Mann­schaft ver­tre­ten. Und obwohl der Club nicht die aller­beste Gar­ni­tur auf­ge­bo­ten hatte, was den durch Uli Christof­fel ver­mit­tel­ten Gast­spie­ler Rein­hold Scheer aus Hei­des­heim zur Namens­ge­bung Ket­tig „light“ bewog, erzielte das Ket­ti­ger Team einen schö­nen Erfolg: unter 18 teil­neh­men­den Mann­schaf­ten belegte man nach neun Run­den mit 10:8 Punk­ten den her­vor­ra­gen­den 6. Abschluss­platz. Zuge­ge­ben, etwas Los­glück war dabei, man traf nur in der Auf­takt­runde auf einen rich­tig schwe­ren Bro­cken, den SV Koblenz, viel­leicht aber irri­tierte auch unser „Kampf­name“ die Geg­ner etwas. Sie­ger wurde das Team vom Zweit­li­gis­ten Godes­ber­ger SK vor dem SV Ander­nach und SV Koblenz.

Für Ket­tig spiel­ten in Brett­rei­hen­folge Rein­hold Scheer ( ordent­li­che 5,5 Punkte), Elmar Zim­mer, Tho­mas Hönig, Chris­tina Marx und Wer­ner Tand­ler – der zudem das beste Ket­ti­ger Ein­zel­er­geb­nis mit sechs Punk­ten aus sie­ben Par­tien erzielte.
Am Tag zuvor fand in Nicke­nich das 22. Rhein-Ahr-Mosel Jugend-Open statt – eben­falls ein Schnell­schach­tur­nier mit 15 Minu­ten Bedenk­zeit je Spie­ler und Par­tie. Der ein­zige Ket­ti­ger Teil­neh­mer David Bau­lig belegte am Ende Rang 8 in sei­ner Alters­gruppe U18, unter ins­ge­samt 51 teil­neh­men­den Kin­dern und Jugendlichen.

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Ausflug

Samstag 15. August 2015 von Elmar Zimmer

Wie bereits in den Mails ange­kün­digt, ist am Sams­tag, 22. August, die Edmund­hütte in Leu­tes­dorf unser Ziel, Oli­ver von den Natur­freun­den Ket­tig, der anfangs auch mit dabei sein wird, hat sie für uns ab 13 Uhr reser­viert. Die Hütte ist bewirtschaftet.

Für Not­fälle werde ich ein paar Schach­gar­ni­tu­ren nebst Uhren mit­neh­men. Doch es soll die Kom­mu­ni­ka­tion im Vor­der­grund ste­hen, bei schö­nem Wet­ter bie­tet sich eine Wanderung/ein Spa­zier­gang  durch das Natur­schutz­ge­biet „Lan­gen­berg­skopf” an so wie — je nach fort­ge­schrit­te­ner Zeit — ein Besuch der nahe­ge­le­ge­nen Brombeerschänke.

Bitte daran den­ken: Die Anreise erfolgt selb­stän­dig; mit Sicher­heit wird unser Schatz­meis­ter auch etwas Geld für ein paar Kalt­ge­tränke lockermachen.

Für das Navi die Adresse: Am Lan­gen­berg­skopf, 56599 Leutesdorf

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Nachruf auf Norbert Degenhardt

Donnerstag 6. August 2015 von Elmar Zimmer

Norbert Degenhardt - Kopie

Am 29. Juli ver­starb im Alter von 80 Jah­ren unser ehe­ma­li­ges Mit­glied Nor­bert Degen­hardt. In den letz­ten Jah­ren erlitt er mehr­fach Gehirn­schläge, die seine Gesund­heit stark beein­träch­ti­gen sollten.

Fast 15 Jahre lang war er einer der tra­gen­den Säu­len unse­res Vereins.

Über die Schach­ver­eine Anders­sen Hagen, Turm Bonn, Berlin-Zehlendorf, Müns­ter, BUE Ham­burg und Ger­ling Köln fand er 1971 nach Ket­tig, wo er maß­geb­lich  an den Erfol­gen in der Ober­liga und den Bun­des­li­gen als Spie­ler, aber auch als Mann­schafts­füh­rer betei­ligt war. Mehr­fach wurde er Club– und Clubblitzmeister.

Fünf­mal  nahm er an den Kan­di­da­ten­tur­nie­ren ( eine Vor­stufe) zur Deut­schen Meis­ter­schaft teil. Vier­mal, näm­lich 1965, 1967, 1969 und 1972, war er Teil­neh­mer der Deut­schen Ein­zel­meis­ter­schaf­ten ; in Kiel 1967 spielte er gegen den spä­te­ren Sie­ger und bekann­tes­ten deut­schen Nach­kriegs­schach­spie­ler Dr. Robert Hüb­ner Remis. Zwölf­mal wurde ihm auch die Ehre zuteil, Deutsch­land in Län­der­kämp­fen zu vertreten.

Bereits 1973, zwei Jahre nach Ver­ein­sein­tritt, wurde er Geschäfts­füh­rer des Schach­clubs, die­ses Amt sollte er bis 1985 innehaben.

Nach sei­nem Wech­sel zum SC TS Polch nahm er für einige Jahre deren Spit­zen­brett ein und  spielte unun­ter­bro­chen von 1996–2004 für den Schach­bund Rheinland-Pfalz die Deut­schen Mann­schafts­meis­ter­schaf­ten der Senio­ren mit..

Nor­bert  war zudem  Vor­sit­zen­der des Schieds­ge­richts im Schach­bund Rheinland-Pfalz und auf DSB-Ebene. 1997 erhielt er den Ehren­tel­ler des Deut­schen Schach­bun­des; 1998 wurde ihm das Ehren­zei­chen des Schach­bun­des Rheinland-Pfalz verliehen.

Die Urnen­be­stat­tung wird Ende August in Dort­mund stattfinden.

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Longericher Sommer-Open 2015

Dienstag 4. August 2015 von Elmar Zimmer

Spiel­be­richt von Elmar Zimmer:

Das Open in Köln-Longerich ist nur eines von vie­len Tur­nie­ren in unse­rer wei­te­ren Nach­bar­schaft, das über fünf Run­den an einem Wochen­ende aus­ge­tra­gen wird. Es ergab sich jedoch bereits vor dem Start das Pro­blem, ob man jeden Abend nach Hause fah­ren oder über­nach­ten sollte, denn Yuri Boid­man, der eigent­lich als Mit­strei­ter vor­ge­se­hen war, fiel kurz­fris­tig ein, dass er am Sams­tag ja Mann­schafts­po­kal zu spie­len hatte; ich ent­schied mich für einen Kom­pro­miss, näm­lich am Frei­tag wie­der nach Ket­tig zu fah­ren, am Sams­tag aber Yev­ge­nia zu schnap­pen und in Köln zu bleiben.

Die Aus­schrei­bung bie­tet zwei Grup­pen an; der ELO-Einstieg für das A-Turnier betrug 1650, so dass ich man­gels Zahl mich mit dem B-Turnier begnü­gen musste, immer den Gedan­ken im Hin­ter­kopf, bei einer sol­chen Beset­zung kannst du eigent­lich nur verlieren.

Die Aus­lo­sung zur ers­ten Runde bot gleich die nächste Über­ra­schung , da ich als Nr.18 der Setz­liste auf die Nr. 3 traf… tja, hätte ich mich bes­ser vor­her infor­miert, was das beschleu­nigte Schwei­zer Sys­tem eigent­lich bedeu­tet ( das Teil­neh­mer­feld wird gevier­telt). Es wurde also nichts mit einem schnel­len Sieg gegen einen DWZ-Schwächling und zei­tige Rück­kehr zur Mallorca-Party der Firma ! Gegen besagte Nr.3 gelang es mir tat­säch­lich, ein Bau­ern­plus von 13 zu ver­sie­ben
( siehe Par­tie ), da war wie­der mein altes Lei­den, auch bei schein­bar bes­se­ren Geg­nern in Gewinn­stel­lung in der Kon­zen­tra­tion nach­zu­las­sen, im Glau­ben, die Par­tie spielt sich von alleine zu Ende ! Vor die Wahl gestellt, sich den Strick zu geben oder wei­ter­zu­ma­chen, ent­schied ich mich für letz­te­res. Im Gegen­satz zu dem top­ge­setz­ten Schach­freund H.J. aus S., der gegen einen Schwä­che­ren das Nach­se­hen hatte und danach das Tur­nier schmiss; schade, war er doch vor Spiel­be­ginn der ein­zige, den ich gekannt hatte.

Auch die Vor­mit­tags­runde am Sams­tag hatte eini­ges zu bie­ten, aber nicht schach­lich: Nach­dem mein Geg­ner mir Remis offe­riert hatte und ich dies Yev­ge­nia, die nie am Brett gestan­den hatte, mit­teilte, stand plötz­lich ein Tur­nier­lei­ter am Tisch, stellte die Uhr ab und befragte mich nach dem Sach­ver­halt !! Man wird sich doch wohl jeman­dem mit­tei­len dür­fen, um die sich mög­li­cher­weise bald ein­stel­lende Frei­zeit gemein­sam zu bespre­chen ! Glück­li­cher­weise gab der Schiri, nach­dem er auch Yev­ge­nia inter­viewt hatte (!!), dem Pro­test mei­nes Geg­ners nicht statt. Danach hatte ich natür­lich über­haupt keine Lust mehr, die für mich bes­sere Stel­lung wei­ter­zu­spie­len und nahm das Ange­bot an. Wer die­sen Saupänz nur diese Flau­seln in den Kopf setzt, Kopfschüttel !

In der drit­ten Runde hatte ich das ein­zige Mal Glück, da meine talen­tierte Geg­ne­rin den Gewinn­weg nicht sah und mein Remis annahm, da ich wohl über­zeu­gend eine Zug­wie­der­ho­lung vor­gau­kelte, auf die sie sich ein­las­sen musste, weil sie glaubte, sonst einen Läu­fer zu verlieren.

Bei einem oder zwei Früh abends in der Köl­ner Alt­stadt war es Zeit, ein Fazit zu zie­hen; meine bes­sere Hälfte meinte lapi­dar, ich habe halt eine Krise wie Magnus Carl­sen auch ( da war ich baff, liest sie doch heim­lich die Rochade!). Wir beschlos­sen, dass ich locke­rer wer­den musste, um noch zwei Punkte ein­zu­fah­ren (und um nicht DWZ-mässig in den Kel­ler zu rauschen).

Der Sonn­tag brachte dann die erhoffte Aus­beute, wobei die Par­tien auch nicht allzu ein­fach waren. Beson­ders in der letz­ten Par­tie kam ich gehö­rig ins Schwit­zen, da mir als Schwar­zer ein sizi­lia­nisch­ty­pi­scher Sprin­ge­r­aus­fall nach b5 zu schaf­fen machte und ich in der Eröff­nung viel Zeit ver­brauchte. Dar­über musste mich mein Kon­tra­hent auf­klä­ren und dies zeigt mir ein­mal mehr, wie wich­tig es doch eigent­lich ist, in der Eröff­nungs­vor­be­rei­tung auch mal in die Breite zu gehen.

Kurzum: Platz 25 unter 57 Teil­neh­mern ( geteil­ter 12.-27. hört sich bes­ser an) war nicht ganz das, was ich erwar­tet hatte.

Wer einen seriö­sen, objek­ti­ven Tur­nier­be­richt lesen will, der gucke hier:
http://www.sf-longerich-1956.de/ext_sommeropen.htm

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19tes Godesburg Open

Sonntag 19. Juli 2015 von Michael Lohn

Spiel­be­richt von George Bruziks:

Jeden Som­mer ver­an­stal­tet der renom­mierte Godes­ber­ger SK (die erste Mann­schaft die­ses Ver­eins spielt in der 2. Bun­des­liga West) ein ein­wö­chi­ges Tur­nier, das Godes­burg Open. Ich habe in die­sem Jahr zum drit­ten Mal teil­ge­nom­men. Der Spiel­mo­dus ist ange­nehm: jeden Tag eine Runde, Spiel­be­ginn ist um 17 Uhr, Bedenk­zeit ist 90 Minu­ten für 40 Züge, danach 30 Minu­ten für den Rest der Par­tie. Um 21 Uhr ist die Par­tie auf jeden Fall vor­bei. Mitt­ler­weile finde ich den Modus mit Zeit­gut­schrift pro Zug schö­ner, aber zum Glück gilt ja die Bedenk­zeit­re­ge­lung auch für den Gegner.

Wie in den letz­ten Jah­ren war auch hier die Betei­li­gung aus dem Rhein­land eher schwach, aber es haben immer­hin mehr Spie­ler aus unse­rer Region als im letz­ten Jahr den Weg nach Bonn gefun­den. Gespielt wird in Bonn-Bad Godes­berg im Stadt­teil Meh­lem, also wirk­lich gut zu errei­chen. Bewir­tung, Park­platz­si­tua­tion und Spiel­lo­kal (Gemein­de­saal) sind unta­de­lig, keine Lärm­be­läs­ti­gung, die Ergeb­nisse und die Aus­lo­sung der nächs­ten Runde ist mor­gens kurz nach dem Früh­stück im Internet.

Nach mei­nen Erfah­run­gen mit dem Tur­nier in Sieg­burg habe ich dies­mal an den Spiel­ta­gen nur bis zur Mit­tags­pause gear­bei­tet. Danach etwas ent­spannt, noch mal schnell nach­ge­se­hen, ob über den Geg­ner etwas in der Daten­bank zu fin­den war und dann gemüt­lich nach Bonn aufgemacht.

Von den 86 Teil­neh­mern war ich an Platz 24 gesetzt. In der ers­ten Runde hatte ich dann ent­spre­chend einen Geg­ner auf Platz 71, der es mir aus­ge­spro­chen leicht machte: die Par­tie endete mit Matt nach nur 11 Zügen. In der zwei­ten Runde hatte ich dann einen FM aus Mol­da­wien, Dmitrii Marczi­ter (er spielt für DJK Auf­wärts Aachen). Hier war ich es nun, der kein Land zu sehen bekam. Aus der Eröff­nung her­aus hatte er eine Druck­stel­lung, die er immer wei­ter aus­baute und zum Gewinn führte. Die dritte Runde bescherte mir dann einen Schach­freund aus dem Rhein­land, Johann Decrouppe. Gegen ihn hatte ich noch etwas gut zu machen, hatte ich doch vor 17 Jah­ren gegen ihn bei der Club­meis­ter­schaft in Nie­der­fell ver­lo­ren. Die Wie­der­gut­ma­chung gelang mir sehr gut. Auch die vierte Runde brachte einen vol­len Punkt für mich und die Aus­gangs­lage (mitt­ler­weile in der Tabelle an Platz 10) für die letz­ten drei Par­tien war mit drei aus vier viel­ver­spre­chend. Runde 5 brachte mir Leo Evers aus Porz als Geg­ner. In einer recht schwer­blü­ti­gen Par­tie konnte ich Druck­spiel auf­bauen. Sein Ver­such, Gegen­spiel auf­zu­bauen, führte zu Figu­ren­ver­lust. Die Par­tie zog sich dann noch bis ins späte End­spiel hin, erst als er vor dem Matt stand, gab er die Par­tie auf. In der fünf­ten Par­tie musste ich mich als Schwar­zer gegen ein Morra-Gambit ver­tei­di­gen. Die Par­tie wurde schnell trotz Damen­tausch unglaub­lich wild und ver­wi­ckelt, jedoch konnte kei­ner von uns einen wirk­li­chen Vor­teil errei­chen. So nahm ich das Remis­an­ge­bot mei­nes Geg­ners an. In der letz­ten Runde spielte ich gegen Ger­man Schnei­der von aus­rich­ten­den Klub. Ganz lang­sam konnte ich Raum gewin­nen und ihn ein­en­gen. Als seine Dame in die Enge getrie­ben wurde gab er eine Figur gegen zwei Bau­ern und erhielt Gegen­spiel, weil meine Figu­ren nach dem Mate­ri­al­ge­winn etwas unko­or­di­niert waren. Ich konnte aber wie­der Ord­nung in mein Lager brin­gen und erreichte nach der Zeit­kon­trolle ein End­spiel mit zwei Sprin­gern und einem Bau­ern gegen einen Läu­fer. Zwar konnte er das Umwand­lungs­feld mit sei­nem König errei­chen, aber es gelang mir, die­sen dort zu ver­trei­ben und dann mit den Sprin­gern einen Schutz­schirm für den Bau­ern zu bil­den, so dass die­ser sich umwan­deln würde. Das war die vor­letzte Par­tie an die­sem letz­ten Spiel­tag. Erst jetzt hatte ich die Gele­gen­heit ein­mal zu schauen, wie die ande­ren Par­tien an den vor­de­ren Bret­tern aus­ge­gan­gen waren. Ich war mit mei­nem Geg­ner aus der zwei­ten Runde punkt­gleich auf dem dritten/vierten Platz und hatte zwei Titel­trä­ger hin­ter mir gelas­sen! Ein gro­ßer Erfolg, mit dem ich nicht gerech­net hatte.

Aus dem Rhein­land haben noch mit­ge­spielt: Yuri Boid­mann (Heimbach-Weis, Platz 5), der sehr begabte Jugend­li­che Tim Ronge (Heimbach-Weis, 7), Dr. Ralf Spree­mann (Mayen, 20), Tho­mas Schwab (Mayen, 24) und Johann Decrouppe (Güls/Niederfell, 72).

Hier die ers­ten Plätze:

1.2.Khanukov,Boris22302322Bahn-SC Wup­per­tal76106.52015
2.8.Florstedt,Johannes22082157Godes­ber­ger SK76016.02007
3.4.Marcziter,Dmitrii22182272DJK Auf­wärts Aachen75115.52046
4.28.Bruziks,George19631973SC Ket­tig75115.51829
5.1.Boidman,Yuri22862342SC Heimbach-Weis75025.02011
6.36.George,Tom19901934SG Stadt­ilm75025.02010
7.38.Ronge,Tim19401927SC Heimbach-Weis74215.01902
8.31.Kagan,Dennis18341945SG Porz73405.01901
9.18.Hofene,Dieter19692060SF Bee­len75025.01828
10.26.Kathstede,Gerd,Dr.18651991DJK Auf­wärts Aachen74215.01805
11.27.Schilberg,Ingo17811989SV Wesel75025.01799
12.5.Grabowski,Pawel2241Godes­ber­ger SK75025.01782

George Bru­ziks, Geschäfts­füh­rer SC 1924 Kettig


Exter­ner Link zum Godes­ber­ger Schachklub1929 e.V.: http://www.godesbergersk.de

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Siegburger Stadtmeisterschaft

Sonntag 12. Juli 2015 von Michael Lohn

Um ja keine Lan­ge­weile zwi­schen den Mann­schafts­spiel­zei­ten auf­kom­men zu las­sen, ver­ab­re­de­ten sich George Bru­ziks und Elmar Zim­mer gegen Ende der Neu­wie­der Stadt­meis­ter­schaft zur Teil­nahme an einer wei­te­ren, näm­lich der von Sieg­burg in NRW; eine sie­ben­ma­lige Anfahrts­zeit von 40 Minu­ten ( gespielt wurde jeweils Don­ners­tags ) sollte nicht schre­cken, hatte man doch die Aus­sicht auf Geg­ner zu tref­fen, gegen die man sonst gar nicht spielt !

Doch Pus­te­ku­chen; Elmar und George waren mehr als miss­ver­gnügt, als das Los sie in der ers­ten Runde zusam­men­brachte ! Eine Inter­ven­tion beim Tur­nier­lei­ter hatte kei­nen Erfolg, da angeb­lich das Com­pu­ter­pro­gramm sich nicht mehr kor­ri­gie­ren ließe . Etwas selt­sam war auch, dass Elmar in Runde 6 den glei­chen Geg­ner zuge­lost bekom­men hatte, gegen den er in Runde 4 kampf­los gewann. Etwas mehr Fin­ger­spit­zen­ge­fühl wäre in bei­den Fäl­len zu erwar­ten gewe­sen ( Tho­mas H. ist zwar ein har­ter Hund, aber ihm wäre das als Tur­nier­lei­ter nicht pas­siert !). Doch dies waren die ein­zi­gen nega­ti­ven Begleit­er­schei­nun­gen; gro­ßes Lob muss man der Sieg­bur­ger Tur­nier­seite aus­spre­chen: Bereits am fol­gen­den Frei­tag war die neue Aus­lo­sung nebst Down­load der Par­tien im PGN-Format ver­füg­bar ! Auch bot sie wei­tere Statistiken.

Unterm Strich war George mit der Qua­li­tät sei­ner Par­tien nicht ganz zufrie­den, letzt­end­lich ver­half er aber in der Schluss­runde in einer kom­pli­zier­ten Stel­lung und bei knap­per Bedenk­zeit Mark Lam­precht (Loh­mar) zum Titel des Stadtmeisters.

Auch Elmar konnte nur ein zwie­späl­ti­ges Fazit zie­hen: Ein Sieg in Runde 3 gegen einen weit­aus DWZ-Stärkeren und ein kampf­lo­ser Punkt in Runde 4 bescherte ihm in Runde 5 an Tisch Nr. 2 (Junge, Junge!) den Vor­jah­res­sie­ger, gegen den er erst kurz vor Schluss die Par­tie ver­darb. In der End­ab­rech­nung belegte er dann mit 3 Punk­ten Rang 23 unter 42 Teil­neh­mern. George, der immer an einem der vor­de­ren Bret­ter spielte, erreichte mit 4 Punk­ten Platz 13.

Elmar Zim­mer, 1. Vor­sit­zen­der SC 1924 Kettig

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Clubmeister 2014/2015: George Bruziks!

Sonntag 28. Juni 2015 von Michael Lohn

Abschluss­ta­belle

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Ergeb­nisse der 7. Runde

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Den gan­zen Bei­trag lesen »

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Dritte Mannschaft Vizemeister in der A-Klasse

Sonntag 3. Mai 2015 von Michael Lohn

Die zen­tral in Och­ten­dung aus­ge­rich­tete End­runde der A-Klasse führte unsere Mann­schaft mit dem Aus­rich­ter zusam­men, die sowohl Mann­schafts– wie auch brett­punkt­gleich bis dato gemein­sam an drit­ter Stelle lagen. Nach­dem wäh­rend der Woche mit Man­fred Sor­ger und Wer­ner Tand­ler zwei Stamm­spie­ler absa­gen muss­ten, hatte das Team kaum Hoff­nung auf einen dop­pel­ten Punkt­ge­winn. Bei einer Nie­der­lage hätte man gar bis auf den sechs­ten Platz abrut­schen kön­nen. Doch in einem engen Spiel behielt man mit 3:2 die Ober­hand, es gewan­nen ihre Par­tien Elmar Zim­mer, Rolf Boet­ti­ger und Michael Lohn. Damit zog man in der End­ta­belle an Kalen­born vor­bei, gegen die man in der vor­letz­ten Runde noch das Nach­se­hen gehabt hatte. Ver­dien­ter Meis­ter wurde die Mann­schaft aus Urmitz.

Der zweite Platz berech­tigt zum Auf­stieg in die Bezirks­klasse. Es ergibt sich jedoch dadurch kein gerin­ges Pro­blem, da in die­ser Klasse mit acht anstelle fünf Spie­lern ange­tre­ten wird; man müsste erst ein­mal drei zusätz­li­che Schach­freunde fin­den, die mehr oder weni­ger die Sai­son durch­spie­len wollen.

Zu allem Über­fluss kommt noch hinzu, dass unsere Zweite den umge­kehr­ten Weg von der Rhein­land­liga in die Bezirks­klasse gegan­gen ist. Bei zwei Mann­schaf­ten in der glei­chen Klasse kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Dritte der Zwei­ten das ein oder andere Mal Ersatz stel­len wird — diese Spie­ler feh­len dann der eige­nen Mann­schaft am glei­chen Spieltag !

Doch es bleibt noch bis zu den Mann­schafts­mel­dun­gen genü­gend Zeit, um sich zu sor­tie­ren und viel­leicht kön­nen ja einige Schlä­fer akti­viert werden!

Trai­nings­abend ist übri­gens für Kin­der und Jugend­li­che Frei­tags ab 18.30 Uhr, für Senio­ren ab 20.00 Uhr im Ver­eins­lo­kal Hotel „Kaiser”.

Elmar Zim­mer, 1. Vor­sit­zen­der SC 1924 Kettig

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