.

Aktuelles

In Memoriam Zdravsko Maslar (Pile) 26.10.1932-24.4.2022

Zdravsko Maslar, unter Freunden nur Pile (wie "Pille" ausgesprochen, nach seinem serbischen Geburtsort Pilatovići), war ein starker Spieler und ein Problemkomponist der Königsklasse. Anfang der Sechziger aus politischen Gründen aus dem Jugoslawien Titos emigriert machte er sich als Gastwirt mit seinem Balkan-Pic in Andernach selbstständig; heute ist dort meines Wissens der Ratskeller. Am Schachbrett ein gefürchteter Weißspieler mit seinem 1.f2-f4 und einem unbedingten Willen zum Sieg- gespielt wurde bis zum absoluten Ende einer Partie, was manchen Mannschaftsführer zur Verzweiflung brachte, denn taktische Unentschieden kamen mit ihm nicht in Frage. Im Jahr 2000, also mit 68 Jahren, hatte er noch die stattliche ELO-Zahl von 2147. Bis zum Beginn der Pandemie war er Stammspieler in unseren Mannschaften.

Im Problemschach war er einer der ganz Großen im Bereich Hilfsmatt und im Märchenschach, Schwerpunkt Probleme mit wenigen Steinen und besonders auch langzügige Aufgaben. 2016 publizierte er nach langen Jahren der Vorarbeit und des immerwährenden Redigierens, er war wohl sehr streng gegen sich selbst, ein Heft mit 180 seiner besten Aufgaben: "Ausgewählte Schachaufgaben, kommentiert von meinen Freunden".

In der Wikipedia wird eine sehr schöne Aufgabe von Pile im Thema Hilfsmatt zitiert:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfsmatt

Lange Zeit, d.h. seit 1975, war er Gastgeber und Mitorganisator des weltweit größten Märchenschachtreffens über das Himmelfahrtswochende in Andernach. Auf einem dieser Treffen (1993?) wurde auch das Andernach-Schach erfunden:  "eine Figur oder ein Bauer (aber kein König), der schlägt, wechselt sofort die Farbe".


Einvernehmliche Entscheidung für den Aufstieg in die Rheinland-Pfalz-Liga!

Sportlich hatte die erste Kettiger Mannschaft bereits die Berechtigung zum Aufstieg in die 2. Rheinland-Pfalz-Liga in der Tasche, als vor 3 Wochen die Meisterschaft in der Rheinlandliga in trockene Tücher gebracht wurde. Es musste jedoch reiflich überlegt werden, ob man den Sprung wagen könne, da der Aufstieg einige Fragen aufwies, die erst geklärt werden mussten: In der neuen Klasse wird an acht statt wie in der Rheinlandliga an sechs Brettern gespielt; ferner sind Ersatzspieler aus unteren Mannschaften nur dreimal spielberechtigt statt sechsmal wie in der Meistersaison. Am Clubabend wurde nach einer lebhaften Diskussion übereinstimmend entschieden, den Aufstieg wahrzunehmen. Erleichtert wurde der Entscheid u.a. dadurch, dass zum bisherigen Kreis der Ersten mit Karsten Loof und Ingo Schaller zwei Spieler stoßen werden, die letzte Saison pausiert hatten und die Mannschaft sicherlich verstärken werden. Wo die Zweite in der neuen Saison spielen wird, ist allerdings noch nicht entschieden. Der Bezirk Rhein-Ahr-Mosel überlässt den Vereinen die freie Wahl, allerdings wird erst Ende Juli festgelegt sein, wie groß die Mannschaftsstärke in den einzelnen Klassen sein wird. Die zwei Neuzugänge, Oleksander Derevianko und Michael Höber, erweitern den Spielerkader der Zweiten; dennoch wäre die Teilnahme mit einer Fünfermannschaft in der A-Klasse auf die Mannschaft zugeschnitten. In der wahrscheinlich mit 6 Brettern spielenden Bezirksklasse tummeln sich einige Mannschaften, die von ihrer Spielstärke eigentlich nicht dorthin gehören und aufgrund ihrer dünnen Personaldecke mehrere Male auf den Aufstieg verzichtet hatten.
Und wer weiß – da das Wechselfenster noch bis zum 1. August geöffnet ist, wird der Verein sicher nichts gegen die ein oder andere Verstärkung einzuwenden haben.

Meister!

Endlich geschafft, die letzte Runde einer unglaublich chaotischen Saison mit Terminänderungen und diversen kampflosen Mannschaftskämpfen liegt hinter uns. Und wir haben es tatsächlich mit Glück geschafft in dieser Runde ganz knapp den Meistertitel zu holen.

Zur Erinnerung: vor der Runde waren drei Mannschaften punktgleich, wir waren als zweiter aber in den Brettpunkten deutlich hinter den Bitburgern. Die Bitburger hatte den Kampf gegen die Schachfreunde aus Hermeskeil, die an dritter Stelle lagen. Nachdem Bitburg gegen Hermeskeil 3:3 endete, ein Ergebnis das beiden Mannschaften nichts nützt, und wir gegen PST Trier/Bernkastell mit 4:2 gewannen sind wir alleiniger Tabellenführer und damit Meister der RL1 in diesem Jahr.

RL1 Trier/Rhein-Ahr-Mosel

Platz            Verein                                                           Spiele                 MP+                MP-                        BP           

1SC 1924 Kettig712226½
2SF 1958 Bitburg711327
3SC Gardez Hermeskeil711324½
4SG PST-Trier/Bernkastel79525
5SG Reil-Kinheim76818½
6SC Cochem741018½
7Konz-Karthaus721212½
8SG Trier   III711315½

 

Kampf um die Meisterschaft in der Rheinlandliga bleibt spannend

In der Rheinlandliga reiste die Erste als Favorit zum Tabellenletzten aus Trier, doch es entwickelte sich ein recht spannender Kampf, der am Ende mit einem recht glücklichen 4:2-Erfolg endete.
Dabei fing es recht gut an Dr. Bernd Müller strich am ersten Brett nach einer nach dem Turnierreglement vorgegebenen einstündigen Wartezeit auf seinen Gegner den kampflosen Punkt ein. Uwe Reichert an drei erwischte dagegen einen rabenschwarzen Tag (er sucht wahrscheinlich immer noch nach einem noch stärkeren Ausdruck) und verlor nach wenigen Zügen gegen die überaus talentierte Jugendliche und Rheinland-Pfalz-Blitzmeisterin 2021 Mariya Anissimova die Qualität und wenig später die Partie. Mannschaftsführer George Bruziks an Brett 3 hatte sich im Mittelspiel einen Vorteil verschafft, den er auch ins Ziel brachte. An den restlichen drei Partien waren die Partieeinschätzungen unklar bzw. konnte man nicht viel erwarten. Thomas Hönig war in schlechter Stellung Opfer seiner Zeitnot und musste aufgeben. Waldemar Schmidt an fünf hatte früh einen Bauern verloren, bei korrektem Spiel hätte er nur Remis erreichen können, doch stellte er mit Hilfe seines Gegners eine unparierbare Mattdrohung auf - Zwischenstand somit etwas glücklich 3:2 für Kettig. Elmar Zimmer an sechs blieb es dann vorbehalten, den Mannschaftssieg unter Dach und Fach zu bringen. Mit den schwarzen Steinen unbeschadet aus der eigentlich als minderwertig angesehenen Modernen Ben-Oni-Verteidigung herausgekommen, konnte er einen Freibauern bilden, dessen Drohungen letztendlich den Ausschlag gaben.
Damit bleibt die Mannschaft auf dem zweiten Tabellenplatz, kann aber aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden. Am 12. Juni trifft man in der Schlussrunde auf die Spielgemeinschaft aus PSG Trier/Bernkastel. Da der Tabellenführer Bitburg gleichzeitig auf den punktgleichen Tabellendritten aus Hermeskeil trifft, wäre ein Remis in diesem Kampf bei gleichzeitigem Kettiger Sieg ein Wunschergebnis.

Rheinlandliga 5te Runde

Unerwartet deutlich bezwang die erste Mannschaft in der fünften Runde der Rheinlandliga den bisherigen Tabellenführer aus Hermeskeil mit 5:1! Keine Einzelpartie ging verloren, an den Brettern 4-6 gab es klare Siege von Uwe Reichert, Thomas Hönig und Waldemar Schmidt. Die Remisen von Dr. Bernd Müller an 1 und Uli Christoffel an 3 waren ohne besondere Vorkommnisse. Nur am zweiten Brett von George Bruziks gab es etliche Verwicklungen, die der Kettiger Mannschaftsführer letztendlich in einen Sieg ummünzte und damit seinem Kontrahenten die erste Saisonniederlage beibrachte.
Den Sprung an die Tabellenspitze hat die Mannschaft dennoch verpasst, da Mitkonkurrent Bitburg zu einem kampflosen Sieg kam und derzeit einen Brettpunkt mehr aufweist.
Das nächste Spiel führt die Kettiger Erste am 22. Mai zur Spielgemeinschaft aus Trier.

43. Rheinlandmeisterschaft 2022

Zwei Jahre mussten die Rheinlandeinzelmeisterschaften coronabedingt pausieren, dank dem Engagement der Schachfreunde Nickenich fand das traditionsreiche Turnier in der Zeit vor Ostern die langersehnte Fortsetzung.
An fünf verschiedenen Turnieren nahmen 99 Spieler teil, darunter auch fünf aus unserem Schachclub.
Im A-Meisterturnier erreichte George Bruziks mit 3,5 ein ausgeglichenes Punktekonto, sein einziger Sieg neben fünf Remisen gelang ihm hierbei ausgerechnet gegen Michael Reifenröther, der in der Vorsaison noch unter Kettiger Flagge segelte. Ob dieser Erfolg ihm besonders süß schmeckte, sei dahingestellt, ist allerdings kaum vorstellbar. Insgesamt war die Atmosphäre an den fünf Wettkampftagen mehr als harmonisch. Man merkte den meisten Spielern an, dass sie Lust hatten, wieder ein großes Turnier zu spielen. Mit seinem fünften Platz ist Bruziks damit wieder für das Meisterturnier des nächsten Jahres qualifiziert. Rheinlandmeister wurde Alexander Thieme-Garmann vor dem punktgleichen Benjamin Uhl.


Am Seniorenturnier nahmen mit Uli Christoffel und Uwe Reichert zwei Kettiger teil. In diesem außergewöhnlich stark besetzten Feld erreichte Christoffel, der ungeschlagen blieb, mit 4,5 Punkten Platz vier und Reichert kam mit 4 Punkten auf Fünf an. Neuer Rheinlandmeister der Senioren ist Dr. Wolfgang Polster.


Im Hauptturnier, das die meisten Teilnehmer aufwies, spielten Waldemar Schmidt und Oleksander Derevianko. Schmidt, wie immer nach dem Motto Hopp oder Top, erreichte ohne ein einziges Remis 4 Punkte aus 7 Partien. Das aus der Ukraine stammende Kettiger Neumitglied Derevianko spielte in Nickenich zum ersten Mal Wettkampfschach und fuhr immerhin zwei Siege ein. Souveräner Sieger des Hauptturniers wurde IM Yuri Boidman.

Fast könnte man meinen, das Schachleben hätte sich normalisiert: bereits am kommenden Samstag findet, ebenfalls in Nickenich, die Schnellschacheinzelmeisterschaft des SVR statt.
Und am Sonntag, den 8. Mai, kommt es zuhause zum Schlagerspiel in der Rheinlandliga zwischen Kettig und Hermeskeil!

3. April Mannschaftskämpfe gehen in die nächste Runde

Die Zweite hätte sich sicherlich einen anderen Ausgang in ihrem Letztrundenspiel zuhause gegen Kalenborn gewünscht, doch bis auf einen souveränen Sieg von Ingo Schaller gab es sonst nichts mehr auf der Habenseite: Waldemar, ich und Hans –Peter verloren ihre Partien. Damit ist die Mannschaft auf Platz 5 der Abschlusstabelle in der A-Klasse gelandet. Von der gemeldeten Aufstellung her natürlich weit unter Wert platziert, doch war man sich im Vorfeld einig, dass man „gut durchmischen" wollte.

Erfreulich dagegen das Abschneiden der Ersten in der Rheinlandliga, wenn auch wieder etwas Sonne im Spiel gewesen ist. Zunächst musste man erneut reichlich aus dem Reservoir der Zweiten schöpfen, doch das scheint dem Mannschaftsgeist keinen Abbruch zu tun.

Lord Voldemort aka Waldemar an vier scheint momentan die Seuche zu haben, bereits nach neun Zügen musste er die Waffen strecken, nachdem ihm sein Gegner die Wahl gelassen hatte, mattgesetzt zu werden oder eine Figur zu verlieren. Stellungsmäßig nach einer vielversprechenden Eröffnung eher in Nachteil, wollte ich an sechs ausloten, warum mein Gegner gerade mal gefühlte 10 Minuten am Brett saß und bot Remis, was dieser auch annahm – Schwamm drüber. Thomas an fünf ließ nichts anbrennen und wickelte in ein gewonnenes Endspiel ab. Zwischenstand 1,5:1,5.

Der nächste halbe Punkt kam durch Uli an drei zustande; die Analysen ergaben eher Vorteile für unseren Mann.

George an zwei hatte einen Bauern weniger und die weitaus schlechtere Zeit, machte als Kompensation dafür das Spiel. Das verwirrte wohl seinen Gegner, so dass er die Qualität gab und in verlorener Stellung die Zeit überschritt.

Jetzt lag es an Bernd am Spitzenbrett, den Vorsprung zu halten und in einen Mannschaftssieg umzumünzen. Sein Gegner Frank Thönnes hatte verzichtet, die Uhr zu drücken, obwohl Bernd über eine halbe Stunde zu spät gekommen war, diese Fairness sieht man nicht allzu oft!

Bernd hatte eine Stellung am Brett, bei der man sagen kann, es kann nichts passieren, wenn man sich nicht gerade doof anstellt. (Und das tat Bernd natürlich nicht!) Thönnes versuchte es zwar noch ca. 90 Minuten lang, die Remisbreite zu seinen Gunsten zu verändern, konnte aber nicht allzu viel riskieren, ohne selbst Gefahr zu laufen, die Partie zu verlieren. Gegen 16 Uhr hatte er dann ein Einsehen und auch diese Partie endete Remis. Endstand somit 3,5:2,5 für Kettig.

Damit ist man auf Tabellenplatz 2. Am 8.5. kommt es zuhause zum Schlagerspiel gegen den Tabellenführer aus Hermeskeil.

Und nicht vergessen, kommenden Samstag beginnen die Rheinlandeinzelmeisterschaften in Nickenich. George nimmt am A-Turnier teil, Uli und Uwe bei den Senioren. Ich überlege noch meine Teilnahme am Hauptturnier.

13.März, Erste Mannschaft: Die Uhren ticken wieder

Nach unendlich langen 2 Jahren und 5 Tagen saß die erste Kettiger Mannschaft wieder Gegnern gegenüber, nachdem die ersten zwei Runden der aktuellen Saison coronabedingt ausgefallen waren!
Man empfing zuhause den Gast aus Reil. Recht schnell war Hans-Peter Engel an Brett 6 fertig; nach rasch heruntergespielten zwölf Zügen – gefühlt hatte man an den anderen Brettern gerade die Begrüßung des Gegners beendet und seine Kaffeetasse richtig positioniert– bot sein Gegner remis. Dies war ein dankbarer halber Punkt, da auf dem Papier sein Gegenspieler eine um ca. 180 Punkte bessere Wertung aufzuweisen hatte. In Rückstand geriet man durch einen Lapsus von Elmar Zimmer an Brett 5, der den zweiten vor dem ersten Zug ausführte, auch sonst wäre es eine wohl nicht mehr lange zu verteidigende Stellung geblieben. Dr. Bernd Müller einigte sich an Brett 1 mit dem stärksten Reiler auf remis; danach glich George Bruziks an Brett 4 den Mannschaftskampf aus, indem er seinen Gegner dazu zwang, sich von jeder Menge Material verabschieden zu müssen.
Thomas Hönigs Sieg an Brett 4, herausgespielt durch eine schöne Angriffsstellung, brachte die Führung für Kettig. Das letztendliche Remis an Brett 3 durch Uli Christoffel und damit der Mannschaftssieg beruhte eigentlich auf einem Missverständnis des Reiler Spielers, der ein anderes Zwischenergebnis zu Gunsten seiner Mannschaft im Hinterkopf hatte, und der Kettiger Spieler hatte sich schon auf eine mehrstündige Fortsetzung der Partie eingestellt, um das Remis zu verteidigen!
Damit ist Kettig derzeit auf Platz drei der Rheinlandliga. Zur vierten Runde tritt sie am 3. April in Cochem an.

6.März: Zweite Mannschaft mit Auswärtssieg

Nach einem 3:1-Erfolg über Grafschaft hat es für die Zweite in der A-Klasse lange Zeit nicht ausgesehen: Hermann Schlötter an Brett 3 übersah eine Läufergabel und musste die Qualität geben, während Elmar Zimmer an Brett 1 und Michael Lohn an 2 einem Bauernrückstand hinterherlaufen mussten. Doch irgendwann wendeten sich die Blätter; die Königsstellung von Lohns Gegner war offen wie ein Scheunentor und er gewann den Bauern zurück – tot remis!

Zimmers Gegner spielte ungenau weiter und der Bauer konnte zurückgewonnen werden. Danach hatte keiner einen Stellungsvorteil aufzuweisen und sie einigten sich auch auf Remis, Zwischenstand somit 1:1.

Danach gab Schlötters Kontrahent die Qualität ebenfalls einzügig zurück; dank der besseren Bauernstruktur hatte der Kettiger Spieler aber alle Vorteile auf seiner Seite, die er schließlich zum Sieg ausnutzte.

Gerhard Kellers Sieg an Brett 4 war eigentlich nie gefährdet, sein Gegner verpasste nur den Zeitpunkt der Aufgabe, bis er schlussendlich doch seine nutzlosen Bemühungen einsah und Keller gratulieren musste.

Das bedeutet einen Sprung auf Tabellenplatz vier. Zur letzten Runde erwartet die Mannschaft am 27. März den Tabellennachbarn aus Kalenborn.

Schach vor dem Saisonstart – Spieler scharren schon mit den Hufen

Bedauerlicherweise fiel pandemiebedingt die Schachsaison 2020/21 komplett ins Wasser, doch dieses Mal soll es anders laufen. „ Solange es nicht wieder einen harten Lockdown gibt und die Corona-Kennzahlen im Winter nicht in die Höhe schnellen, bin ich optimistisch, dass wir am Ende der Saison wieder Meister küren können und nicht nach einem Spieltag wie im Vorjahr abbrechen müssen", so Elmar Zimmer, der Vorsitzende des Kettiger Schachclubs.
Bis in den September hinein hatten die Planungen der Verbände gedauert, bis die letzten Modalitäten für den Neustart der Schachligen geklärt werden konnten. Die Auswirkungen der Pandemie zeigten sich auch in den Mitgliederzahlen – in anderthalb Jahren hat der Schachverband Rheinland ca. 200 Mitglieder verloren, da musste man sich zwangsläufig neu sortieren. So wird in der Rheinlandliga, in der die Kettiger Erste spielt, nur noch an sechs statt acht Brettern angetreten. Auch die Ersatzspielerregelung wurde gelockert, so können Spieler aus unterklassigen Mannschaften bis zu sechsmal statt vormals dreimal in der Rheinlandliga spielen. Dies sollte der Ersten zugutekommen, die traditionell immer auf eine starke Reserve zurückgreifen konnte.
Aufgrund des Spielstärkedurchschnitts ist die Erste Favorit in der Rheinlandliga. Dies gilt es bereits am ersten Spieltag im Heimspiel gegen Konz-Karthaus am 24. Oktober unter Beweis zu stellen.
„Schach hat im Grunde während der Coronakrise geboomt", so Elmar Zimmer weiter. „Es ist ein idealer Zeitvertreib, dass ohne direkten körperlichen Kontakt auskommt, wenn es auf einer der zahlreichen Onlineplattformen gespielt wird". Dennoch ist für Zimmer Computerschach nicht das Gelbe vom Ei, kann höchstens Ergänzung sein: „Jetzt, wo die Bedingungen sich zu bessern beginnen, müssten die Vereine dafür sorgen, dass Schachinteressierte die Vereine besuchen. Es ist doch ein Unterschied, ob man am Computer sitzt und den Gegner meist nicht kennt oder am Brett einem Menschen aus Fleisch und Blut gegenübersitzt. Sowohl Geselligkeit wie das besondere Erlebnis einer Turnieratmosphäre kann im Internet nicht vermittelt werden".
Die Miniserie „Das Damengambit", welche bislang über einen Streamingdienst zu empfangen war, mag auf Schach aufmerksam gemacht haben. Spektakulärer für Zimmer ist jedoch die Tatsache, dass mit Vincent Keymer vor einigen Wochen ein erst 16-jähriger Großmeister die Spitze der Deutschen Rangliste übernommen hatte. „Bei den Senioren wohlgemerkt ! Gibt es das im Tennis, Tischtennis oder Badminton ? Bleibt zu hoffen, dass ein ähnlicher Boom wie einst durch Boris Becker ausgelöst wird", meint Zimmer etwas augenzwinkernd.
Gelegenheit, seine Schachkenntnisse zu testen, gibt es jeden Freitag ab 20 Uhr im Vereinsraum in der Weissenthurmer Str. 1.
Das Jugendtraining pausiert wegen den Herbstferien zwei Wochen und wird am 29. Oktober fortgesetzt, Beginn ist 16.30 Uhr.

 

Einladung zum
28. Neujahrsblitzturnier
am Freitag, 10. Januar 2020, 19.30 Uhr
im Hotel Kaiser, Andernacher Straße 9, 56220 Kettig

Zu unserem Neujahrsblitzturnier zu Beginn des neuen Jahres dürfen wir wieder
alle Schachfreunde der Region sehr herzlich einladen: Zum zwanglosen Blitzen in
gemütlicher Runde – ohne Startgeld, in der aber auch die Sieger nichts weiter
erwarten dürfen als eine Flasche Wein, und in der jeder Schachfreund alleine
durchs Mitblitzen in größerer Runde gewinnen sollte.
Wir spielen wie immer 13 Runden klassisches 5-Minuten-Blitz im Schweizer System
und freuen uns jetzt schon auf jeden Teilnehmer!